Portugal: 21 Dinge die man über Portugal wissen sollte

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1. Verkehrsschilder stehen zu nah an der Straße

Wer in Portugal mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, wird sehr schnell feststellen, dass die Verkehrsschilder oft zu nahe an der Straße stehen oder zu niedrig sind. Deshalb sind viele Verkehrsschilder verbogen, weil man wie beim Hindernislauf den Schildern ausweichen muss. Noch schlimmer wird es, wenn man ein Wohnmobil oder einen LKW fährt.

2. Enge Straßen und Gassen, aus denen man nicht mehr herauskommt.

Portugal ist alt! Deshalb gibt es immer noch viele alte Häuser und sehr enge Gassen in Städten und Dörfern. Enge Gassen, wie man sie auch in Italien findet, gehören in Portugal zum Ortsbild. Am besten fährt man mit einem kleinen Fahrzeug durch Portugal, um die Wahrscheinlichkeit, irgendwo stecken zu bleiben, zu verringern. Mit einem LKW, Transporter oder Wohnmobil wird man unweigerlich früher oder später in so einer Gasse landen und dann umdrehen, rückwärtsfahren oder sich millimetergenau durchquetschen müssen. Nicht selten reißt man sich in den Weinregionen den Spiegel ab, da die Straßen sehr eng sind.

3. Hundekot, Hundegebell und frei laufende Hunde

Portugal hat streunende Hunde, jedoch nicht so viele wie man es zum Beispiel aus Asien kennt. Dennoch laufen sie hier und da herum. Manchmal kann man sie kaum von den anderen Hunden unterscheiden, da sie sich auch oft miteinander vermischen. Portugal ist jedenfalls hundelieb, deshalb liegt auch oft Hundekot herum, was manchmal ziemlich nervig sein kann. Strände, Spielplätze oder sogar ganze Stadtbereiche sind manchmal voller Hundekot. Wer in Portugal ist, wird auch nachts merken, dass von überall Hundegebell zu hören ist. In manchen Orten ist es ziemlich viel, in manchen weniger.

4. Wildcamping ist seit 2021 überall verboten

Seit 2021 ist das Wildcampen in Portugal offiziell verboten. Portugal war das Mekka in Europa für alle freiliebenden Wildcamper. Doch diesem Freiheitstreben wurde leider ein Riegel vorgeschoben. Das Wildcampen ist überall verboten und wird mittlerweile auch streng umgesetzt. Im Süden wird es strenger kontrolliert als im Norden. Man darf mit einem Wohnmobil, Wohnwagen usw. nur noch an ausgewiesenen Orten übernachten. Allerdings ist das Übernachten auf 48 Stunden begrenzt. Das bedeutet, man darf nur noch auf richtigen Campingplätzen übernachten. Wer dennoch an der Küste beim Wildcampen erwischt wird, muss eine saftige Strafe zahlen.

5. Das Mekka für Wohnmobile und Camper

Obwohl Wildcampen in Portugal seit 2021 offiziell verboten ist, verfügt Portugal über ein sehr gut ausgebautes Netzwerk von Campingplätzen, Stellplätzen und extra dafür eingerichtete Versorgungsstationen für Camper. Es gibt spezielle Parkplätze entlang der Küste, die für Camper vorgesehen sind und auf denen man bis zu 48 Stunden verbringen darf. Diese Parkplätze sind ausgeschildert. Ähnliche Parkplätze gibt es auch im Inland. Zusätzlich findet man an den Parkplätzen oft Servicestationen, an denen man kostenlos Wasser und Abwasser ablassen sowie die Toilette entsorgen kann. Wer länger als 48 Stunden an einem bestimmten Ort bleiben möchte, kann sich einen Campingplatz aussuchen und sich dort für längere Zeit einrichten.

6. Hohe Strafen bei Verkehrsdelikten

Ausländer sollten beim Fahren in Portugal immer und strikt die Verkehrsregeln einhalten, auch wenn Portugiesen oft wie Verrückte herumfahren. Denn wenn man von der Polizei angehalten wird, kann es sehr teuer werden. Die Geldstrafen beginnen bei 120 Euro und können bis zu 600 Euro betragen. Diese müssen direkt vor Ort bezahlt werden, da man ansonsten seine Papiere nicht zurückbekommt. Die Polizei ist jedoch hilfsbereit und bringt einen zur nächsten Bank, um das Geld abzuheben. Zum Beispiel haben wir einmal aus Versehen in eine Einbahnstraße abgebogen und eine durchgezogene Linie überfahren, was uns 120 Euro kostete. Die Polizei ließ nicht mit sich verhandeln, obwohl es Sonntag war und wir zu einem Spielzeugladen abbiegen wollten. Seid also vorsichtig.

7. Aldi, Lidl, Media Markt und Ikea

Deutsche werden Portugal lieben, denn das Einkaufen gestaltet sich fast genauso wie in Deutschland. Es gibt fast überall einen Lidl und auch Aldi findet man häufig. Wer einen Media Markt oder Ikea benötigt, findet diese ebenfalls in Portugal, meistens jedoch nur in größeren Städten.
Drogeriemärkte wie DM gibt es in Portugal nicht, man muss sich die Produkte in anderen Geschäften oder Apotheken zusammensuchen.
Amazon gibt es in Portugal nicht, aber die Waren kommen problemlos nach Portugal, wenn man sie über die deutsche Seite bestellt. Alternativ kann man das Amazon von Spanien nutzen. Amazon erkennt automatisch, wo man sich befindet, und bietet im Voraus passende Produkte an, die nach Portugal geliefert werden können.

8. Portugal steht zum Verkauf

Portugal hat eine alternde Bevölkerung und viele junge Menschen haben in der Vergangenheit das Land verlassen, wodurch viele Immobilien vernachlässigt werden. Egal, wo man sich in Portugal befindet, überall finden sich haufenweise Immobilien zum Verkauf, sei es eine ganze Villa oder Hunderte Quadratmeter Land. Deshalb ist Portugal auch bei Aussteigern so beliebt, denn oft kann man das Land zu Spottpreisen erwerben, je nach Lage natürlich. Man weiß oft nicht so recht, ob Portugal im Aufbruch ist oder im Abschwung, denn jeder Ort sieht anders aus – manche sehr reich und manche wie in Kuba uralt.
Aussteiger, Urlaubsliebhaber, Reisende und Nomaden finden in Portugal definitiv das, was sie suchen.

9. Sichtbarer Verfall in vielen Wohngegenden

Je mehr wir durch Portugal fahren, desto mehr sehen wir, dass gefühlt die Hälfte Portugals aus Ruinen besteht. Das liegt daran, dass die Bevölkerung veraltet und die Politik falsch ist. Viele junge Portugiesen haben das Land in den letzten Jahren verlassen, um ihr Glück woanders zu suchen, und ihre geerbten Häuser wurden der Natur überlassen. Einige glückliche Hausbesitzer in Touristenhochburgen konnten aktuell gut Geld mit Vermietungen oder Verkäufen machen, aber die anderen Häuser, die etwas weiter weg von Touristenhochburgen sind, verfallen immer mehr. Wer durch Portugal reist, sollte sich darauf einstellen, sehr viele Ruinen zu sehen.

10. Angeln und Fischen in Portugal ist eine Religion

Die Portugiesen waren schon immer eine Fischernation, kein Wunder, da das Land genug Küste zum Ozean hat. Angeln ist eine Volksbeschäftigung, vor allem freitags oder insgesamt an Wochenenden wird man sehr viele Portugiesen an den Küsten sehen, die mit einer Angel herumhantieren. Es geht natürlich nicht immer um den Fisch, sondern auch um die Gesellschaft – es ist ein Treffpunkt, wo man redet, diskutiert, Bier trinkt, isst und den Tag verbringt. Wenn ein Fisch am Haken hängt, ist der Tag gerettet. Touristen können sich auch eine Angel besorgen und einfach mitmachen – einen Anglerschein braucht man nicht, sondern man muss nur für ein paar Euro eine Lizenz kaufen, die dann auch ein Jahr gültig ist.

11. Surfen und die größten Wellen der Welt

Wer hätte gedacht, dass die größten Wellen der Welt nicht in Hawaii oder Australien sind, sondern in Portugal in Europa. Diese findet man an der Westküste in der Winterzeit zwischen November und Februar in der kleinen Stadt Nazaré. Die Wellen sind so gewaltig, dass sie bis zu 30 Meter hoch werden können. Einige verrückte Surfer (anders kann man es nicht sagen, aber Respekt für den Mut) surfen diese Giganten mit all ihren Risiken und Adrenalinschüben. Das Schauspiel ist definitiv beeindruckend.

12. Überfischung und tote Delfine & Wale

Portugal ist keine Ausnahme in der Welt. Es ist kein Geheimnis, dass hier viele Sardinen gefangen werden, aber natürlich auch andere Fische. Da die Umwelt und Tierwelt mittlerweile sensibler geworden sind, bemerkt man sehr schnell, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Es werden nicht nur die zulässigen Fische gefangen, sondern auch andere, die vom Aussterben bedroht sind, landen im Netz. Besonders tragisch sind die vielen Fänge von Delfinen, die dann qualvoll verenden. Trotz allem gibt es in Portugal viel Fisch zu kaufen, der auch frisch in jedem Supermarkt und an jeder Theke zu finden ist.

13. Muscheln graben und sammeln am Strand für das Mittagessen

Wenn man das erste Mal in Portugal ist und an der Küste herumspaziert, wird man früher oder später Leute entdecken, die gebückt am Strand Löcher in den Sand graben. Es sieht so aus, als würden sie nach etwas suchen. In Portugal ist es ganz normal, dass die Leute bei Ebbe am Strand nach essbaren Muscheln im Sand graben. Diese Muscheln findet man in etwa zehn bis zwanzig Zentimeter Tiefe und wenn man genug davon hat, kommen sie in die Pfanne und sollen auch sehr gut schmecken. Wer nicht graben mag, bekommt dieselben Muscheln auch in jedem Supermarkt in Portugal.

14. Pasta de Nata, ein Gebäck für jedermann

Dieses kleine, leckere Gebäck findet man in Portugal an jeder Ecke und es ist kaum zu übersehen, selbst für blinde Touristen. Die Portugiesen haben diese Art von Gebäck so perfektioniert, dass es sogar kleine Fabriken gibt, in denen man bei einer Tasse Kaffee zuschauen kann, wie sie hergestellt werden. Am besten kauft man sich auch noch die Förmchen dazu und versucht, es selbst zu Hause zu backen. Es ist nicht schwer und schmeckt gut.

15. Bacalhau und die Sardinen

In den Gerichten der Portugiesen dürfen Sardinen und der berühmte Bacalhau nicht fehlen. Bacalhau ist einfach nur ein getrockneter und gut gesalzener Dorsch, der in Portugal in Massen verkauft wird. Die Portugiesen lieben diesen Fisch und sogar das Weihnachtsgericht besteht aus Bacalhau. Auch in jedem Supermarkt findet man verschiedene Zubereitungen dieses Fisches. Im Aldi oder Lidl kann man an der Imbiss-Theke auch Frikadellen aus Bacalhau kaufen und probieren. Aber Vorsicht, nicht selten sind Gräten drin. Der Witz an der Geschichte ist, dass der Dorsch in den Gewässern von Portugal kaum vorkommt, sondern aus dem Norden, aus Norwegen, importiert wird.

16. Kuba-ähnliche Verhältnisse

Wo findet man das? In Portugal gibt es genug uralte Dörfer und Stadtviertel, in denen man das Gefühl hat, in Kuba zu sein. Viele Gebäude verfallen vor sich hin, sind marode und die Sonne und der Wind tun ihr Möglichstes, um das so zu belassen. Besonders, wenn man aus den Touristengegenden herauskommt und in die anderen Ecken schaut, sieht man sehr schnell ähnliche Verhältnisse wie in Kuba: Alte Gebäude, die verfallen, Kleidung, die in den Fenstern hängt, freilaufende Hunde und Katzen, Pflastersteine und Wege. Das alles zieht sich zwar zurück, aber es ist dennoch sehr romantisch und schön für Fotografen.

17. Waldbrände und Monokulturen

In den Nachrichten hört man es immer wieder: Die Waldbrände in Portugal sind wieder auf dem Vormarsch. Das ist keine Erfindung, sondern man kann sie im Sommer tatsächlich sehr oft sehen. Die tapferen Feuerwehrleute stellen sich diesen entgegen, aber das Ganze ist kein Spaß. Diese Waldbrände sind so verheerend, dass sie ganze Häuser und Farmen vernichten und viele Menschen kommen dabei ums Leben. Viele dieser Waldbrände werden durch Monokulturen gefördert. Billiges, schnell wachsendes Holz wie der Eukalyptusbaum wird in Tausenden angebaut, was bei Trockenheit wie Zunder entzündet und schnell eine Feuerbrunst auslöst. Deshalb sollte man in Portugal vorsichtig mit Feuer umgehen.

18. Golfresorts und Ferienunterkünfte wie Sand am Meer

Besonders in der Algarve trifft man in Portugal auf reihenweise Golfresorts und Ferienanlagen. Man könnte meinen, dass dies das Spielfeld der Reichen ist, da sie wirklich in jeder Ecke innerhalb von wenigen Monaten aus dem Boden gestampft werden. Wer also Golf mag und das nötige Kleingeld hat, wird hier fündig. Viele dieser Resorts sind jedoch auch ein Hort für Ferienwohnungen, die an Touristen, besonders im Sommer, weitervermietet werden.

19. Englisch ist in Portugal wie eine zweite Muttersprache

Der englische Einfluss in Portugal ist gewaltig, besonders in der Algarve spürt man das. Tausende Engländer haben sich hier niedergelassen, was die Umgebung und die Sprache hier massiv prägt. So kommt man mit Englisch hier gut voran. Portugiesisch braucht man gar nicht erst erwähnen. Wer jedoch Portugiesisch lernen möchte, sollte in den Norden von Portugal fahren, denn dort wird noch hauptsächlich Portugiesisch gesprochen. Im Süden ist Englisch dominanter.

20. Portugal ist ein sicheres Land für Familien

Wer sich längere Zeit in Portugal aufhält, bemerkt irgendwann, dass Portugal ein sicheres Land ist. Man kann hier sehr gut mit seiner Familie leben und die Kinder sicher großziehen. Natürlich gibt es auch hier Kriminalität, aber im Vergleich zu anderen Ländern hält sich das in Grenzen.

21. Immobilienmakler wie Sand am Meer

Wenn ihr durch Städte oder Orte spaziert, vor allem in der Algarve, werdet ihr sehr schnell bemerken, dass an jeder Ecke ein Immobilienmakler etwas zu verkaufen hat. Es scheint schon fast so, als wäre der Beruf des Immobilienmaklers ein Volkssport geworden, da jeder irgendjemanden kennt, der eine Immobilie im Angebot hat. Kein Wunder bei den Preisen hier an der portugiesischen Küste – jeder will mitverdienen, denn von Touristen, die hier im Urlaub mal eben eine Immobilie kaufen, kann man gut profitieren.

Fazit

Portugal hat sehr viel zu bieten und es gibt natürlich noch viel mehr Punkte als nur diese aufgeführten die Portugal ausmacht. Dennoch geben diese 21 Punkte einen gewissen oberflächlichen Eindruck über das Land für Reisende.

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